In meinem ersten Beitrag über Pappmaché habe ich dir erzählt, wie ich auf die Idee gekommen bin, mit diesem tollen – weil nachhaltigen – Material zu arbeiten. Ich habe dir gezeigt, was für Versuche ich gemacht habe. Ausserdem hab ich dir erklärt, wie ich meine Pappmaché selbst herstelle.

Jetzt will ich dir vom nächsten Teil dieser Reise erzählen und zeigen, was bisher alles entstanden ist.

Der Klassiker aus Pappmaché – die Schale

Klar, eine Schale aus Pappmaché ist kein Möbel – es ist ein Objekt. Der Klassiker. Alle basteln eine Schale aus Pappmaché. So auch ich, damit ich mich weiter mit dem Material vertraut machen konnte.

Meine Variante ist eine Verbindung verschiedener Tehniken:

  • Pappmaché
  • Schichttechnik
  • Collage
  • Oberflächenbenbehandlung

Denn die Schutzumschläge der Bücher wegzuwerfen, nachdem man die Seiten so toll verwenden kann, das empfand ich als widersinnig. Deshalb nutzte ich Teile der Umschläge einer Buchserie.

Eine handgefertigte Schüssel aus Pappmaché und Schichttechnik mit bunten Ornamenten auf dem inneren Rand, die von einer Person gehalten wird.

Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Allerdings: Das hier gezeigte Modell ist nicht der erste Versuch, denn der ging in die Hose…na, nicht ganz…aber so richtig was schönes war es nicht.

Für mich das Wichtigste: Das Objekt muss zu gebrauchen sein, sonst hat es irgendwie keine Daseinsberechtigung. Deko-Objekte ohne Nutzen gibt es genug, die schlimmsten sind diejenigen aus billigster Produktion. Aber ich will nicht abschweifen… Nutzobjekte sollen ja trotzdem auch schön sein. Gelungen sein als ganzes, und nicht nur aufs funktionelle bezogen sein.

Jedenfalls…beim dritten Versuch hatte ich begriffen, auf was ich achten muss. Eigentlich nur Kleinigkeiten, die man aber erst mal checken muss. Und jetzt lagert die Schale Obst und Nüsse.

Möbel aus Pappmaché – Beistelltisch

Dann aber wollte ich meine Platte und die Röhre, deren Entstehung ich dir im ersten Teil gezeigt habe, weiter verarbeiten. Dazu nutzte ich, wie ebenfalls gezeigt, die Dekupiersäge.

Das Möbelchen, das ich ursprünglich im Kopf hatte, ist allerdings noch immer nicht gediehen. Aber…ich bin auf dem Weg dazu. Mit jedem Objekt und mit jedem Möbel das entsteht, komme ich der Vorstellung in meinem Kopf näher.

Das erste Ergebnis, das in diese Richtung geht, ist dieses Tischchen. Und auch wenn es optisch und technisch noch verbesserungswürdig ist, so bin ich mit diesem ersten Prototyp doch ziemlich happy. In meinem Haushalt wird es rege genutzt.

Eine blühende Orchideenpflanze in einem schwarzen Topf, auf einem weißen Beistelltisch aus Pappmaché und Schichttechnik, vor einer hellen, getäferten Wand.

Dieses erste Ergebnis hat mich angespornt, gleich das nächste zu versuchen. Eine Schichttechnik, die schneller vorwärts geht und somit auch für Ungeduldige geeignet ist: Als Mittellage nutzte ich Stücke von Versandkartons, die bei mir herumlagen um entsorgt zu werden. Ich entschied mich hier für eckige Formen:

Ein Tisch aus Papier und Pappmaché mit einem runden Standfuß, auf dem mehrere Bücher gestapelt sind. Die Bücher sind in verschiedenen Farben und Größen, mit Titeln wie 'F.L. Wright' und 'Gaudi'.

Auch hier verbergen sich Herausforderungen, die bei der Ansicht der Bilder nicht zu erkennen sind. Und auch bei diesem Beistelltisch gibt es Verbesserungspotential. Doch – und das spornt mich weiter an – ich merke, dass ich auf gutem Weg bin.

Irgendwie werde ich es noch hinkriegen, dass sich die Platten nicht mehr verbiegen. Denn das haben sie bis jetzt getan. Am einen Tag sind sie völlig flach, am nächsten gewellt – trotzdem sie völlig getrocknet waren. Weshalb das geschieht, ist mir noch nicht so richtig klar. Hängt es mit der Luftfeuchtigkeit zusammen? Oder mit der Weiterverarbeitung? So richtig blicke ich nicht durch. Noch…

Klein-Objekt aus Pappmaché – die Snack-Etagere

Das Platten-Problem habe ich dann mal auf die Seite geschoben. Auch weil ich nicht in jeder Ecke meiner Wohnung ein Beistelltisch haben will, beschloss ich, mich mit etwas kleinerem zu beschäftigen.

Zu einer schönen Esskultur gehört ja auch immer die Tischkultur. So wendete ich mein Augenmerk etwas zu, das auf dem Tisch einen Nutzen bringen kann und landete bei einer kleinen Etagere.

Auch hier…der erste Versuch war nix. Der zweite immerhin so, das ich ihn hier zeigen kann:

Ein zweistöckiger Servierständer aus Papier und Pappmaché mit verschiedenen Snacks, darunter kleine Ringe und Brezeln, auf einem Tisch vor einer blauen Wand.

Tollerweise habe ich herausgefunden, dass man die Dinger nach der Oberflächenbehandlung einfach mit Wasser sauber machen kann. Dadurch kann man die Pappmaché-Objekte auch fürs Snacking benutzen.

Und wie geht es weiter? Ich berichte hier selbstverständlich in einem dritten Teil darüber!

Willst du wissen, wie du diese Teile aus Pappmaché selbst nachmachen kannst?

  • Konnte ich dich begeistern?
  • Würdest du gerne wissen, wie ich diese Möbel und Objekte aus Pappmaché herstelle?

Dann kann ich dir sagen: Ich bin dabei, alles zu notieren, die Abläufe zu fotografieren und die Anleitungen für Möbel aus Pappmaché zu schreiben. Es wird ein dickes PDF geben, in dem du das alles finden wirst.

Darin werden auch zusätzliche Tipps und Tricks sein, die dir beim Basteln mit Pappmaché helfen können.

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Tausendsassa, Vielinteressierte und Autodidaktin.

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